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Weizsäcker - Das System des Bewußtseinswandels
Freigegeben von: Wolfgang Melchior

Carl Friedrich von Weizsäcker (geb. 1912)

Das System des Bewußtseinswandels
von Carl Friedrich von Weizsäcker

I. Die Krise(S.45-70)
Menschliche Hochkultur seit 6000 Jahren
Krisen der Hochkultur treten stets an den Grenzen des jeweils
historischen Niveaus der Technik auf

II. Zukunft der Menschheit (S.25-44)
1. Die Ambivalenz heutiger, mit dem höchstem historischen
Niveau gemachten materiellen Glücksentwürfe:
- Neue Hoffnungen für die überwindung des Elends
- größte Sorge vor einem selbstbereitetem Unglück

2. Die vier Leitgedanken
a) Wirtschaft: Aufgabe:
- Bereitstellung knapper Güter
- Wohlstand, durch überschussproduktion

Krisen:
- Arbeitslosigkeit und Wachstumsproblem (Erste Welt)
- Selbstwidersprüche des Sozialismus (Zweite Welt)
- Das Entwicklungsproblem: Die Dritte Welt zwischen Wirtschaftswachstum und Bevölkerungsexplosion (Kaufkraft, Armut und Bevölkerung)

b) Natur: =gewachsene, vormenschliche Natur
Wirtschaftswachstum durch technischen Fortschritt
konstituiert die Macht des Menschen in der Natur

Gewachsene Natur ----------------? Geschaffene Natur: Kultur
Natur im eigentl. Sinn ^
|
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|
Technik als Zerstörungs-
und Umwandlungsfaktor

c) Friede; innerstaatlich geschützt und geboten (Rechtsordnung)
international: Krieg als anerkannter Zustand
Lösung: Internationale Friedens- und Rechtsordnung
nach der Idee der Aufklärung: Reifung der
Vernunft schafft Bedingung der Möglichkeit
eines stabilen Friedens

d) Bewußtsein: = Praktische Vernunft als politische Moral
Aufgabe in Krisenzeiten: Höherer Grad an Einsicht (zeitweilig; bei einigen), der die Moral nicht mehr als unerklärt hinnimmt ? Bewußtseinswandel



III. Der Bewusstseinswandel
1. Struktur und Bewußtsein
a)Das Modell: Aufklärung (Vermittlung "höherer Einsichten")
—> Bewußtseinswandel —> moralischer Druck des Volkes auf die Politik —> Politische Veränderung —> Strukturwandel

b) Voraussetzung stabiler gesellschaftlicher Strukturen (Staat,
Recht, Wirtschaftsform) ist der Kompromiß zwischen
Macht und Vernunft
=Bereitstellen von Mitteln =Begriffliche Wahrnehmung
für offengehaltene Zwecke des Ganzen/Entscheidungsfreiheit als Unterbrechung
determinierter Prozesse
Wahrnehmung der Lebensbedingungen

c) Formen der Macht:
- als technische
- als politische Herrschaft
- als ökonomische
in der Reihenfolge ihrer kulturhistorischen Entstehungsgeschichte

2. Staat und Gesellschaft (Innerstaatliche politische Strukturen)

a) Vier Strukturmerkmale der Staaten:
1.) Legalität: Gesetzeshandeln gegen moralische Willkür
Erfindung der abendländischen Neuzeit (Menschenrechte )
2 .) Demokratie: Leitbegriff zwischen Sozialist. Zentralismus und westl.
Mehrheitsdemokratie : Entscheidung durch die Betroffenen
3.) Meinungsfreiheit: Meint den legalen Handlungsspielraum
Funktion: Nur ein freies, vernünftiges Raissonement der Staatsbürger findet Wahrheiten
4.) Dezentralisierung: Unerläßlichkeit von Zentraliren (Weltmarkt, Weltfrieden ... )
Vorschlag: Zentrale Planung mit maximaler dezentraler Entscheidungsmöglichkeiten

b) Menschlichkeit
Gegenpol zur Macht: Prinzip zum Schutz und zur Durchsetzung auf Wahrnehmung und innerer Beteiligung beruhender Verhaltensweisen


3. Politik und Bewußtsein
a) öffentliches Bewußtsein als Politische Vernunft
öffentliches Bewußtsein = Bewußte Momente gemeinsamen Handelns, die nicht deren Inhalte
sondern soziale Verhaltensweisen von Gruppen geg. ihrer realen Umwelt betreffen
Vernünftiges Handeln = Gemeinsam angewandte Vernunft

Vernunft: 1. Wahrnehmung des Ganzen als waches, biologisch angepaßtes Handeln
2. Aktives Moment: Urteilsbildung ist Unterbrechung des Reflexschemas Wahrnehmung-Handlung

Aufgabe des Bewußtseinswandels: Wirksammachen gemeinsam angewandter Vernunft

b) Das liberale Vernunftmodell:
Ganzheitswahrnehmung nicht in einem Bewußtsein, sondern als Zusammenspiel aller Gesellschaftsmitglieder ("invisible hand")

Notwendigkeit eines Bewußtseinswandels:
- Einsicht in die Richtigkeit eines freien Spiels
- Durchsetzung seiner Funktionsbedingungen: Staat

c) Das persönliche Bewußtsein:
Reale und seelische Grundlage des öffentlichen Bew.
durch: 1. Erziehung als Weitergabe von Wissen (Ver-
haltensweisen) oder zur Bildung eigener Urteile
2. Reifung. Unbewußte Tendenzen/Die Möglichkeit zur Reifung
3. Heilung durch moralische Selbstkritik:
Anerkennung der Verantwortlichkeit meiner Handlungen

4. Umkehr: Umdenken in religiöser Selbsterfahrung der Angst und Einsamkeit


 
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